{"id":174,"date":"2020-03-22T18:44:02","date_gmt":"2020-03-22T17:44:02","guid":{"rendered":"https:\/\/test.swisspunk.ch\/?page_id=174"},"modified":"2020-03-22T18:54:05","modified_gmt":"2020-03-22T17:54:05","slug":"disco-low-cost","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/swisspunk.ch\/index.php\/disco-low-cost\/","title":{"rendered":"DISCO LOW COST"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"174\" class=\"elementor elementor-174\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-c6c39f8 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"c6c39f8\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-99c4aa7\" data-id=\"99c4aa7\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-170eafa elementor-widget elementor-widget-video\" data-id=\"170eafa\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;youtube_url&quot;:&quot;https:\\\/\\\/youtu.be\\\/oH8-dnczXx0&quot;,&quot;video_type&quot;:&quot;youtube&quot;,&quot;controls&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"video.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-wrapper elementor-open-inline\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-video\"><\/div>\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7ae6e4e elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7ae6e4e\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-209b2cb\" data-id=\"209b2cb\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f20df00 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"f20df00\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Alleluia, es ist bald Weihnachten<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7a9f1a3 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7a9f1a3\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-53746ca\" data-id=\"53746ca\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f80266d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f80266d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Neun unver\u00f6ffentlichte musikalische Perlen von der Genfer Band <strong>Discolokosst&nbsp;<\/strong>(1979-81) werden in den kommenden Tagen auf dem gleichnamigen Album erscheinen.<\/p>\n<p>Aufgenommen im Sommer 81, wurden die Aufnahmen, wie so oft in der Zeit, nie ver\u00f6ffentlicht. Bis zum heutigen Datum existierte auf einem Tontr\u00e4ger nur die beiden Songs \u201eRock Is Rock\u201c und \u201eC\u2019est Pas Assez\u201c (beide Live). Dies auf dem Welschweizer Palladium 81 Sampler von Heroic Records, der 1981 erschien. Die&nbsp; sieben weiteren Songs stammen vom Originalmaster, die 1981 im THC Studio aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Teil der zweiten Punkwelle von 1979 bis 81, konnte sich Discolokosst von den anderen Schweizer Punkbands durch ihre provakativen Texte und Auftritte hervorheben.<\/p>\n<p>Songs wie \u201eD\u00e9couiller Quelque Part\u201c, oder \u201eLes Babas Sous-Hommes\u201c, sowiedas leicht surreale \u201eMa Petite Amie Est Brune\u201c untermalen dies.<\/p>\n<p>Ihre einzige Botschaft war, absolut keine zu haben!<\/p>\n<p>Ebenso hatten sie genau so viele Feinde wie Bewunderer. Ihre Feinde verteufelten sie als Faschisten, da sie mit der Ironie ihrer Texte nicht klar kamen und diese als Provokation verstanden. Auf der anderen Seite folgten ihnen ihre Bewunderer per Autostop zu all ihren Auftritten, die manchmal auch blutig sein konnten\u2026mehr dar\u00fcber im Interview vo Oktay G\u00fcrb\u00fcz n mit dem Gr\u00fcndungsmitglied von Discolocosst Philippe Stucki.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Warst du ein echter Punk?<\/strong><\/p>\n<p>Das einzige was mich interessierte war es krachen zu lassen und zu provozieren. Unsere Musik war klar Punk.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Welches waren deine musikalischen wie politischen Einfl\u00fcsse?<\/strong><\/p>\n<p>Wir hatten keine politischen Einfl\u00fcsse. Wir wollten nur provozieren im Geiste des Widerspruches. \u201eNucl\u00e9aire\u201c (Kernenergie), auf uns aufmerksam machen, das war alles. Musikalisch waren wir sensilibisiert auf Gruppen wie:&nbsp;<strong>The Cramps, The Ramones<\/strong>&nbsp;und die Pariser<strong>&nbsp;M\u00e9tal Urban<\/strong>. Auf dem Song<strong>&nbsp;<\/strong>\u201eCon B\u00eate Et Laid\u201c h\u00f6rt man sogar Einfl\u00fcsse von<strong>&nbsp;The Flying Lizards<\/strong>. Von meiner Seite gab es da noch eine Schw\u00e4che f\u00fcr die Discos\u00e4ngerin&nbsp;<strong>Dee D Jackson<\/strong>&nbsp;mit ihrem Song \u201eGalaxy Police\u201c. Ich hatte da meine eigene funky Discoversion vom Song \u201eLa Grosse Lulu\u201c.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Wer hat was in der Band gemacht?<\/strong><\/p>\n<p>Matias (Matias Jamarillo) am Mikrofon, Ross (Yves Rossinger) am Bass und ich an der Gitarre, Synthiser, Drum Maschine und Back Vocals.<\/p>\n<p>Dann gab es noch Plastic (Yves Arnold) am Synthiser, wenn er nicht gerade unter dem Namen<strong>&nbsp;Xerx\u00e8s Von Munsrhein<\/strong>&nbsp;aufgetreten ist. Es war auch er, der das unglaubliche Intro auf dem neunen Album \u201eExtr\u00eame Droite\u201c schrieb.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Wer war euer Publikum?<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst unsere Kumpels, danach die Leute die auf unsere Konzerte kamen, die Punks.<\/p><div><strong><br><\/strong><\/div><div><strong>Was hat die Erwachsenenwelt zu der Zeit von euch gehalten?<\/strong><\/div><div><strong><br><\/strong><\/div>\n<p>Man hielt uns f\u00fcr Kleinkriminelle, Problemf\u00e4lle halt\u2026, gewisse glaubten sogar, dass wir Faschisten seien.Im Januar 81 machte Philippe Rapp im Welschschweizer Fernsehen eine Sendung \u00fcber Jugendliche mit dem Namen \u201eLaisser nous vivre\u201c (Lasst uns leben). Matias, unser S\u00e4nger erkl\u00e4rte ihm, dass wir nur eine provokative Band seinen und das wir die ersten w\u00e4ren, die in einem totalit\u00e4ren Regime verschleppt w\u00fcrden!\n<\/p><p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Gab es zu dieser Zeit in der Welschschweiz eine Infrastruktur f\u00fcr Bands wie dies in England oder Frankreich der Fall war?<\/strong><\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt gab es f\u00fcr keine Strukturen in Genf. Weder f\u00fcr Auftritte noch ein unabh\u00e4ngiges Label. Es gab da CHANG\u00e9, eine Vereinigung von Rockfans. Diese waren bedacht Konzerte zu organisieren. Sie haben es uns erm\u00f6glicht am 26. November 1980 als Vorgruppe von den&nbsp;<strong>UK Subs&nbsp;<\/strong>im Palladium zu spielen. An diesem Abend gab\u2019s dann aber noch ein Handgemenge mit den Subs, da ihr Mischer unseren Sound sabotierte.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Wie kam es dazu, dass ihr nach gut 25 Jahren ein Album herausbringt?<\/strong><\/p>\n<p>Eines Tages erhielt ich einen Anruf eines Typen, der mir erkl\u00e4rte, dass er und sein Kumpel die Geschichte der Genfer Punks aufarbeiten wollten. Er fragte mich ebenfalls, ob es unver\u00f6ffentlichtes Musikmaterial g\u00e4be, dies f\u00fcr eine Platte.<\/p>\n<p>Wir, die ehemaligen Mitglieder der Band durchsuchten daraufhin unsere Schr\u00e4nke und fanden dort das Masterband von Aufnahmen die wir damals machten.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Wer hat 1981 die Aufnahmen produziert und gab es einen Deal?<\/strong><\/p>\n<p>Unser erster Manager Ordure (Dominique Beno\u00eet), der auch bei&nbsp;<strong>Yodler Killers&nbsp;<\/strong>Backvocalist war, stand hinter den Aufnahmen. Er hat danach fortw\u00e4hrend davon Kopien auf Kassetten angefertigt und diese unter den Kumpels verteilt. Zum heutigen Zeitpunkt haben wir absolut mit niemanden einen Vertrag, ebenso keinen Manager.<\/p>\n<p>Die 8 Songs wurden im THC Studio von Yves Roth (Gitarrist von&nbsp;<strong>Code<\/strong>) aufgenommen. Ich war damals zust\u00e4ndig f\u00fcr die Aufnahmen und nahm diese auf einer 16 Spur Maschine auf.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Warum hat sich die Band aufgel\u00f6st?<\/strong><\/p>\n<p>Das war ganz einfach, Matias der S\u00e4nger ist nach Kolumbien ausgewandert und dort in die Armee eingetreten. Das war das Ende von Discolocosst.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Wie stehst du heute zu der Ver\u00f6ffentlichung dieses Albums?<\/strong><\/p>\n<p>Mir ist das eigentlich egal. Falls die Platte einigen Leuten gefallen sollte, warum nicht. Ich denke mir f\u00fcr Matias und Ross ist das wichtiger und das gef\u00e4llt ihnen auch.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Was wurde aus euch, nachdem sich&nbsp; Discolocosst aufgel\u00f6st hatte?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mit Ross das Projekt<strong>&nbsp;Rapose&nbsp;<\/strong>ins Leben gerufen.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Gibt es noch weitere unver\u00f6ffentlichte Aufnahmen in deinem Schrank?<\/strong><\/p>\n<p>Effektiv, ja\u2026da gibt es noch einige Musiktapes und Revox B\u00e4nder&nbsp; mit Live und \u00dcbungsraumaufnahmen darauf.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Arbeitest du heute noch an musikalischen Projekten?<\/strong><\/p>\n<p>Nein.<\/p>\n<p><strong><br><\/strong><\/p><p><strong>Eine letzte Frage. Man sagt sich, dass ihr auf einem Konzert im S\u00e9minaire euch mit Blut \u00fcbersch\u00fcttet habt\u2026ist das wahr?<\/strong><\/p>\n<p>Dem ist so. Wir hatten einen Gig im S\u00e9minaire in Fribourg. Mit dabei ebenfalls die Band&nbsp;<strong>Missing Link<\/strong>. Der Anlass wurde von Franz Treichler, damals bei<strong>&nbsp;Jof<\/strong>&nbsp;<strong>and the Ram&nbsp;<\/strong>und heute immer noch bei den&nbsp;<strong>Young Gods,&nbsp;<\/strong>organisiert. Er hatte uns davor im Palladium in Genf gesehen. Matias \u00fcbersch\u00fcttete sich dann mit Rinderblut und Hackfleisch. Wir wurden von den Veranstaltern angefragt was Ungew\u00f6hnliches zu machen, was wir dann auch taten.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alleluia, es ist bald Weihnachten Neun unver\u00f6ffentlichte musikalische Perlen von der Genfer Band Discolokosst&nbsp;(1979-81) werden in den kommenden Tagen auf dem gleichnamigen Album erscheinen. Aufgenommen im Sommer 81, wurden die Aufnahmen, wie so oft in der Zeit, nie ver\u00f6ffentlicht. 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